Alles Gute kommt von Oben!
Wissenschaftler*innen vermuten, dass unser Wasser auf der Erde aus dem All kommt. Transportiert
wurden dieses von Asteroiden und Kometen. Und zwar jede Menge. Am Anfang war es nicht klar,
wozu man das braucht. Es ist ein einmaliges Element, das sowohl flüssig, gasförmig und fest sein kann.
Ständig ist es in Bewegung: es fliesst, schwappt, rauscht und spritzt. Mit der Zeit entwickelte sich eine Idee:
Wasser als Basis für das uns bekannte Leben! Das Leben wurde klatschnass!
Wo überall Wasser steckt, was es alles kann und welche schwierigen Beziehungen wir Menschen zu dem
wunderbaren Element haben, findet ihr in dieser, immer noch aktuellen Ausstellung.
Garantiert mit vielen Experimenten zum selber ausprobieren und entdecken.
Wasser ist besonders?
Wasser ist farblos, riecht und schmeckt nach nichts. Es fällt vom Himmel und fließt aus dem Wasserhahn.
Zu jeder Zeit und für uns selbstverständlich. Seit mehreren hundert Jahren studieren Forscher
die chemische Verbindung mit der schlichten Formel H2O. Doch Wasser ist und bleibt ein Rätsel!
Wasser betritt die Bühne mit einem ordentlichen Knall. Der Tropfen Wasser, der nach einer Knallgasreaktion
zwischen den Gasen Wasserstoff und Sauerstoff entstanden ist, besteht aus winzig kleinen Molekülen.
Angeordnet wie ein V (Victory), in der Mitte ein Sauerstoffatom, links und rechts die Wasserstoffatome.
Um das Sauerstoffatom wuseln noch zwei Elektroden herum.
Diese Zusammensetzung ist einmalig und dadurch erscheint uns Wasser sowohl flüssig, gasförmig und fest.
Und deshalb sollte jeder Wassertropfen der sich bildet, jeder Schneekristall in seiner vielfältigen Form
und das Rauschen der Flüsse und Meere ein besonderes Erlebnis sein.
Klatschnass
Klatschen beschreibt starken Regen, der sich anhört wie klatschende Hände. Wenn etwas klatschnass ist,
dann ist man ganz besonders heftig mit Wasser in Kontakt gekommen.
Das Leben auf der Erde ist so ziemlich klatschnass!
Denn Wasser ist die Grundlage allen irdischen Lebens. Die Natur hat die Pflanzen, Pilze, Tiere und
Menschen so konstruiert, dass sie ihre Wasserbedürfnisse regulieren und den Gegebenheiten anpassen können.
Reptilien haben zum Beispiel eine beschuppte Haut und schützen sich damit vor Verdunstung.
Sie können dadurch an sehr trockenen Orten unabhängiger von Wasser leben.
Amphibien haben eine wasserdurchlässige und dicke Haut und sind an Wasser gebunden.
Wir Menschen haben kleine Haare auf unserer Haut. Sie verhindern eine zu große Verdunstung.
Den gleichen Effekt haben das Fell, Feder, Chitinpanzer oder Hornhaut von Tieren.
Manche Tiere können Unmengen an Wasser trinken und wochenlang speichern (Kamele, Lamas und Dromedare).
Der Schwarzkäfer, auch ein Wüstenbewohner, hat sich für Akrobatik entschieden. Wenn er Durst hat, macht er
einen Kopfstand und wartet, bis der Nebel sich an seinem Panzer niederschlägt und die Tropfen in seinen Mund rinnen.